Kapitel I

"Pass auf, vor dir!", schallte es durch sein Headset. Die Nacht war dunkel. Alleine stürmte Nolan durch über die verlassene Hafenanlage und stoppte plötzlich. Er schaute sich hektisch um, irgendwo hier musste er sich befinden. Aus dem Dunkel starrten ihn zwei blutrot leuchtende Augen an. Nolan erspähte das Wesen:" Hier steckst du kleine Ringelnatter also!" - "ZISCH!!!", langsam kroch der Naga aus dem Schatten. "Ungenehmigter Aufenthalt auf der Erdebene, dafür gibt's ne Menge Stress, Kleiner!", der Naga stand nun vor Nolan und überragte ihn um mehrere Armlängen. Unbeeindruckt blickte der junge Monsterjäger zum Kopf der Bestie herauf, doch der Dämon zischte nur, packte Nolan und schleuderte ihn durch eine Wand. Benommen rappelte sich Nolan wieder auf und knickte gleich wieder ein, ein Stahlbolzen steckte in seinem Oberschenkel. Im Dunkel der Lagerhalle schlich die Schlange umher, bereit wieder zuzuschlagen. "Nun, du dreckige Missgeburt, ich weiss, dass du hier bist, komm raus!", wie auf Kommando kam das gejagte Wesen vom Trägergerüst heruntergeschossen. Im letzten Moment sprang Nolan beiseite. Der mächtige Körper des Nagas schlug eine Kuhle in den Boden. "Hasst du mich so sehr?", scherzte Nolan weiter, immernoch damit beschäftigt den Bolzen aus seinem Bein zu entfernen. Die Kreatur blickte in seine Richtung, zog ihren Arm schnell aus dem Betonboden und schnellte wieder auf den Jäger zu.

Ein Schrei zerbrach plötzlich die Ruhe auf der Hafenanlage. Im dunkel hört man nur noch einen Körper auf den Boden sinken. "Tja, wir hätten auch reden können.", Nolan stand auf dem verblutenden, zuckenden Körper des Schlangendämons, zwischen dessen Augen ein großer Metallbolzen steckte. "WAS IST LOS DA?!", meldete sich wieder die Stimme aus dem Headset. "Ach nichts, aber bitte hol mich ab, ich fühl mich nicht...", Nolan wollte noch "gut" sagen, bekam allerdings einen Schwächeanfall und wurde ohnmächtig.